Slow cooking is hot! Und das mit Recht, denn große Fleischteile, die
Sie langsam im Big Green Egg garen, werden dadurch besonders schmackhaft
und saftig. Ein anderer großer Vorteil besteht darin, dass bei dieser
eigentlich sehr einfachen Zubereitungsmethode nahezu nichts schief gehen
kann. Und mit einem Kernthermometer in Reichweite hat das Produkt immer
die richtige Garstufe.

Sie können das Big Green Egg für diverse Arten von Slow Cooking
verwenden. Denken Sie beispielsweise an einen leckeren Eintopf, der mit
dem Big Green Egg lange im Dutch Oven geköchelt hat, oder an Fisch, ein
ganzes Hähnchen oder einen schönen Braten, alles bei niedrigen
Temperaturen gegart. Fisch hat im Allgemeinen eine kürzere Garzeit als
Geflügel und Fleisch, aber das Ergebnis ist gleich: Da das Eiweiß im
Fisch oder Fleisch langsamer gerinnt, erhalten Sie bei beiden ein
saftiges Fleisch, das nicht verbrannt oder ausgetrocknet ist. Verwenden
Sie unbedingt das Funkthermometer mit zwei Messfühlern, sofern Sie es
besitzen. Sie stecken den Stift des Kernthermometers in den Kern des
Fleischs und stellen Sie das Thermometer dann auf die gewünschte
Temperatur ein. Wenn die Temperatur erreicht wurde, gibt der Empfänger
ein Signal ab. So haben Sie immer perfekt gegartes Fleisch, unabhängig
von dessen Größe. Und weil ein Big Green Egg nur sehr wenig Holzkohle
verbraucht, ist ein zwischenzeitliches Nachfüllen fast nie erforderlich.
Beim Slow Cooking brauchen Sie sich also kaum um Ihr EGG zu kümmern,
während das Produkt schön langsam gegart wird.

Allgemeine Hinweise
Beim Slow Cooking sind einige allgemeine Richtlinien zu beachten: Die
Temperatur in der Kuppel sollte zwischen 70 und 120 °C liegen und es
muss immer ein ConvEGGtor verwendet werden, damit die Hitze der
glühenden Holzkohle nur indirekt weitergeleitet wird. Achten Sie bei
großen Fleischteilen darauf, dass die Maße des Fleischs kleiner sind als
die Fläche des ConvEGGtors. Durch das lange Garen könnten die
überstehenden Enden des Fleischs sonst austrocknen. Wenn Sie ohne Rezept
experimentieren, sollten Sie zuvor immer die ideale Kerntemperatur
herausfinden und beachten, dass sich das Fleisch um so problemloser
garen lässt, je fetter es ist. Eine etwas höhere Kerntemperatur bleibt
in dem Fall ohne Folgen. Allerdings sollten Sie aus Gründen der
Lebensmittelsicherheit unbedingt immer eine zum Fleisch passende
minimale Kerntemperatur beachten. Achten Sie auf eine Kuppeltemperatur,
die mindestens 10 bis 15 °C höher liegt als die gewünschte
Kerntemperatur. Und stellen Sie vor dem Einsetzen  des Rosts in das EGG
eine bei Bedarf mit Wasser gefüllte Auffangschale auf den ConvEGGtor,
damit dieser schön sauber bleibt und eventuelle Fette oder Säfte keine
unerwünschte Rauchentwicklung verursachen.

Zubereitungsmethoden kombinieren
Wir können uns gut vorstellen, dass Sie dem Fleisch noch mehr Geschmack
verleihen möchten. Das erreichen Sie natürlich mit einem Rub, einem
Einstreichen oder einer Marinade, aber auch, indem Sie einen typischen
Rauchgeschmack erzeugen oder durch eine Kombination aus
Niedrigtemperaturgaren und Räuchern.  Streuen Sie in diesem Fall eine
Handvoll eingeweichter Holzchips auf die glühende Holzkohle, ehe Sie den
ConvEGGtor einsetzen. Und wenn Sie eine herrlich knusprige Kruste
bevorzugen, können Sie das Fleisch vor dem Verzehr noch bei einer
Kuppeltemperatur von 180 bis 230 °C grillen. Ohne ConvEGGtor natürlich
und eventuell auf dem Grillrost aus Gusseisen, wobei das Fleisch als
ganzes Stück oder in Scheiben geschnitten gegrillt werden kann. Sie
sollten dabei beachten, dass die Temperatur des Fleischs dadurch noch
etwas steigt. Große Fleischteile können Sie auch zuerst grillen, wobei
aber zu bedenken ist, dass die Kuppeltemperatur nicht so schnell auf die
ideale Slow-Cooking-Temperatur zurückgehen wird. Wenn Sie diese Tipps
beherzigen, wird Ihr Slow-Cooking-Versuch mit Sicherheit ein großer Erfolg!

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